Früher und Heute, Sagenumwoben und traumhaft schön
Von Urwald bis Kurpark
Als im 12. Jhd. die Dänen kamen, war Wittow noch komplett bewaldet. Menschen siedelten damals schon in Breege, kein anderer Ort auf Wittow weist eine vortrefflichere Lage für Schifffahrt, Fischerei und auch Schiffbau. Doch was soll die Menschen jen Tage abgehalten haben, auch die Idylle jenes Ortes zu erfassen. Gen Süden blickte man damals noch über krautiges Heideland der heutigen Schaabe auf die Ostseebucht Tromper Wiek und Stubbenkammer, geschützt vor den kalten Nordostwinden durch Wittows weite Buchenhaine. Die Idylle ist geblieben, doch suchen wir den Urwald jender Tage nun vergebens durch Menschenhand. Kurzum half der Mensch noch einmal nach, um begann 1860 von Glowe aus die Wittower Heide entlang des 9 km langen zweifellos schönsten, schneeweißen Sandstrandes Rügens aufzuforsten. 30 Jahre alt waren die ersten Pflanzungen, als man in Juliusruh ankam. Dort gibt es einen noch älteren von Menschen erschaffenen Baumbestand Wittows, den Kurpark von Juliusruh, wo im Jahre 1795 Julius von der Lancken seine Ruhe finden wollte, jedoch sein Vermögen sage und schreibe in den Sand setzte. Das Schlösschen überlebte den Ruin nicht, doch die Parkanlagen hatten Ruhe und Zeit sich prächtig zu entwickeln. Heute ist der Park Eigentum der Gemeinde Breege.