Früher und Heute, Sagenumwoben und traumhaft schön

Von Schifferdorf bis Ostseebad

Anfang des 19. Jhd. blühte im Ostseeraum wie überall die Segelschifffahrt mit kleinen, schnellen Schiffen. Breeger Schiffer fuhren bis in die Neue Welt mit Waren aller Art. Wohlstand ließ das kleine Dörfchen Breege wachsen. Noch heute zeugen die unter Denkmalschutz stehenden Kapitänshäuser und der Hochzeitsberg von jenen Tagen. Als mit Ausgang des 19. Jhd. die Segler von dampfbetriebenen Schiffen verdrängt wurden, kamen die ersten Badegäste auch nach Breege , damals mit Dampfschiffen von Stralsund aus. Schnell erkannten die hiesigen Familien den neuen Erwerbszweig und nahmen in der Saison die Sommerfrischler aus den großen Städten, wohlhabende Leute, auch Künstler. 60 Sommergäste kamen bis 1883jährlich nach Breege als der Breeger Badeverein gegründet wurde. Auch in den Dünen Juliusruh entstanden Hotels und Villen und 1895 die Kurvereinigung. Man bemühte sich um die Belebung der Kultur nicht nur für die Einheimischen, sondern vorrangig für die Sommergäste und um die Verschönerung des Dorfbildes. So stammen die Linden, die unsere Dorfstraße mancherorts noch heute säumen, aus dieser Zeit.

Als 1928 beide Orte zusammen geschlossen wurden, war die Gästezahl auf 3076 gestiegen, dies hielt bis Ende der 30iger Jahre an. Mit Enteignung und Sozialismus änderte sich zwar der Tourismus, Gäste kamen nach 1950 mehr denn je. Aber der Glanz der Bäderzeit war dahin und konnte auch nach der Wende nicht mehr so ganz wiederbelebt werden. Eins ist aber klar, die Schar der Reisenden, der Sonnenanbeter, Sturmwanderer, Hobbykapitäne, Muschelsucher und Bernsteinfinder, auch Einsiedler, die jedes Jahr unseren Strand, Park, Hafen und Wald finden, um sich hier zu erholen wird immer größer . Die Idylle des Ortes der schon Generationen von Menschen magisch anzog hat nie von ihrem Reiz verloren, und so lädt der kleine Uferort zu jeder Jahreszeit mit seinem Charme zwischen Bodden- und Ostseestrand.